EAiD unterstützt Staffellauf gegen Waffenexporte

Vom 21.5 bis 2.6-2018 von Oberndorf nach Berlin

Vor mehr als 36 Jahren, im Oktober 1981, verabschiedete das Moderamen des Reformierten Bundes die Erklärung „Das Bekenntnis zu Jesus Christus und die Verantwortung der Kirche“. Darin findet sich der Satz: Das Bekenntnis unseres christlichen Glaubens „ist unvereinbar mit der Entwicklung, Bereitstellung und Anwendung von Massenvernichtungsmitteln, die den von Gott geliebten Menschen und zum Bundespartner erwählten Menschen ausrotten und die Schöpfung verwüsten würden“.

Dem ist auch heute nichts hinzuzufügen, aber die Atomwaffen gibt es immer noch und die Bundesregierung weigert sich, dem Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beizutreten, der im vergangenen Jahr in den Vereinten Nationen von immerhin 122 Ländern verabschiedet worden ist. Die internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung (ICAN) hat zwar 2017 den Friedensnobelpreis bekommen, die reale Gefahr, dass solche Waffen tatsächlich zum Einsatz kommen, ist aber größer als je zuvor. Dabei ist das Argument, die nukleare Abschreckung sei ein Garant für die Erhaltung des Weltfriedens, völlig irreführend, denn in Wahrheit ist sie nur der Deckmantel, unter dem sich eine Vielzahl bewaffneter Konflikte und Stellvertreterkriege umso heftiger austoben können. Nicht zuletzt die aus Deutschland gelieferten Handfeuerwaffen und Gewehre kommen dabei zum Einsatz, zu deren bedeutendsten Herstellern die Firma Heckler und Koch, mit Sitz im baden-württembergischen Oberndorf, gehört.

Vom 21. Mai (Pfingstmontag) bis Samstag, 2. Juni 2018 findet unter dem Motto „Frieden geht“ ein Staffellauf quer durch Deutschland statt, um gegen diese Praxis der Waffenexporte zu protestieren. Er führt von Oberndorf über Kassel vorbei an vielen Rüstungsstandorten nach Berlin. An vielen Orten entlang der Strecke sind politische, sportliche und künstlerische Aktionen geplant, um möglichst viele Menschen für das Thema zu gewinnen. Zur Teilnahme am Lauf für kurze oder längere Strecken sind alle eingeladen, die den Skandal der deutschen Waffenexporte nicht widerspruchslos hinnehmen wollen. Man kann auch gehen oder auch nur am Rand der Strecke stehen, um die Läufer und Läuferinnen anzufeuern.

In Berlin findet am 2. Juni eine Schlusskundgebung und die Übergabe einer Resolution an den Bundespräsidenten, den Bundestagspräsidenten und die Bundesregierung statt. Der Staffellauf soll demonstrieren, dass wir nicht länger mitschuldig sein wollen an Elend, Tod und Vertreibung von Millionen Menschen durch den Export deutscher Rüstungsgüter in Krisen- und Kriegsgebiete, und wir wollen nicht länger blind sein gegenüber der potentiellen atomaren Zerstörung unseres Planeten.

Der Bundesvorstand hat beschlossen, dass sich die EAiD dieser Aktion als Unterstützer anschließt. Wenn auch Sie ganz persönlich dabei sein wollen, informieren Sie sich unter www.frieden-geht.de oder über die Adresse Werastraße 10, 70182 Stuttgart, Telefon: 0157 – 35663849; E-Mail: info(at)frieden-geht.de.

Jörg Winter
Bundesvorsitzender der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland e.V.

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